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Langsam dämmert sogar dem wirtschaftsliberalen Handelsblatt, dass etwas faul ist…


Langsam dämmert sogar dem wirtschaftsliberalen Handelsblatt, dass etwas faul ist in der EU. Das ökonomische Auseinanderdriften der Eurozone bringe „die schlimmsten Stereotype“ hervor, schreibt Chefredakteur Andreas Kluth. „Deutsche werden ’noch deutscher‘, Italiener ’noch italienischer‘.“

Auch in unserem Buch „Entzauberte Union“ hinterfragen wir die Behauptung, die EU stelle die Überwindung des Nationalismus in Europa dar. Tatsächlich wurde der alte, kriegerische Nationalismus durch einen ökonomischen Standort-Nationalismus abgelöst. Stolz der Nation ist nicht mehr die Armee, sondern die Exportindustrie. Die Vorurteile sind dieselben geblieben: Griechenland, Italien und andere gelten in Deutschland, Österreich usw. als faul und betrügerisch. Umgekehrt sieht man im Süden den Norden zunehmend als arrogant und brutal.

Die Geister der Vergangenheit wachen wieder auf – doch warum? Weil EU und Eurozone so konstruiert sind, dass sie die Staaten in Konkurrenz zueinander setzen. Profitieren tut davon das Kapital, das Staaten gegeneinander ausspielen kann, während die Arbeitenden fast überall verlieren. Um davon abzulenken, werden alte nationalistische Stereotype angeheizt.

Hier findet ihr eine kostenlose Leseprobe von „Entzauberte Union“: https://www.attac.at/fileadmin/dateien/Buecher/Leseprobe_Entzauberte_Union.pdf

Das ganze Buch könnt ihr hier bestellen: https://www.attac.at/shop/neuerscheinungen.html

Illustration: Wolfgang Homola




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Geschrieben von attac

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