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Naturschutzbund unterstützt „Österreichische Baumkonvention“

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Naturnahe Wälder, in denen Äste und tote Stämme herumliegen und abgestorbene Bäume nicht umgeschnitten wurden, mögen auf den ersten Blick unaufgeräumt wirken. Doch sie sind unersetzbarer Lebensraum für eine Vielzahl an Pflanzen, Pilzen und Tieren. Nun hat der  naturschutzbund  die von der Wiener Umweltschutzabteilung initiierte und mittlerweile breit getragene „Österreichische Baumkonvention“ zum Erhalt solch wertvoller Baumbestände unterzeichnet!

Alte Bäume = Lebensräume

Bäume und Wälder haben eine umfassende gesamtgesellschaftliche Bedeutung – zum Beispiel in Hinblick auf Klima, Holzproduktion, Erholung, Tourismus und Biodiversität. Für Pflanzen, Pilze und Tiere sind alte Bäume vielfältige Lebensstätte und Verbundelement. „Damit Baumhöhlenbewohner wie Fledermäuse und Bilche, holzbewohnende Käferarten und Waldvögeln wie Kauz, Specht und Wiedehopf wohlfühlen, braucht es eine unvergleichliche Strukturqualität, die nur erreicht werden kann, wenn Bäume alt werden dürfen“, so Roman Türk, Präsident des Naturschutzbundes Österreich. Darauf sind manche Arten sogar ausgelegt: Unter den mitteleuropäischen Baumarten sind Wacholder und Eibe mit einer Lebensdauer von über 2000 Jahren die langlebigsten. Dicht gefolgt von Linde und Edelkastanie (ca. 1000 Jahre) sowie Eiche (900 Jahre) und Tanne (600 Jahre).

Während Totholz und urwaldartige Baumbestände aus forstwirtschaftlicher Sicht wertlos und sanierungsbedürftig erscheinen, so sind sie aus ökologischer Sicht unverzichtbar. Dank dieser besonderen Lebensraumstrukturen wird die heimische Biodiversität gesichert.

Plattform österreichische Baumkonvention

Bei der Pflege von Baumbeständen geraten die Verantwortlichen immer mehr unter Druck – Rechtsunsicherheiten und Haftungsängste führen nicht selten zur Fällung oder drastischen Rückschnitten. Die Österreichische Baumkonvention, der sich ausgehend von einer Initiative der Wiener Umweltschutzabteilung mittlerweile unzählige Organisationen angeschlossen haben, setzt sich für einen achtsamen, nachhaltigen Umgang mit unseren wertvollen Baumbeständen ein und fordert daher rechtliche Grundlagen. Ziel der Initiative ist ein differenzierter Umgang mit Sicherheit, Risiko und Haftung rund um den Baum.

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