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Ringvorlesung: Die EU nach 10 Jahren Krise


Öffentliche Ringvorlesung, eine Kooperation des Instituts für Politikwissenschaften und Attac Österreich
Für alle Interessierten zugänglich.

Die österreichische Regierung hat für die zweite Hälfte des Jahres 2018 die Ratspräsidentschaft der Europäischen Union zu einem Zeitpunkt übernommen, an dem die EU mit einer Vielzahl von Widersprüchen konfrontiert ist: mit den Erfolgen rechter, EU-kritischer Parteien und deren Beteiligung an Regierungen, mit der Krise des Migrationsregimes, mit der weiter ungelösten Euro-Krise und mit dem Brexit. Hat die EU angesichts dieser Widersprüche überhaupt das Potenzial, jenes „soziale und demokratische Europa“ zu werden, welches seit Jahrzehnten versprochen wird, oder bleibt sie in ihrem Kern ein Raum verschärfter neoliberaler Konkurrenz – sowohl zwischen den EU-Staaten als auch auf globaler Ebene?

Von Handelspolitik und Euro-Krise über Geflüchtete und neue Militärstrategien bis hin zu Umweltpolitik: Die Vorlesung unterzieht die Kernaspekte der europäischen Integration einer kritischen Betrachtung, versucht aber auch, Antworten auf die sich daraus ergebenden aktuellen Fragen und Probleme zu finden. Die Teilnehmenden sollen so ein tieferes und kritischeres Verständnis von Geschichte, Struktur und aktuellen Herausforderungen der EU erhalten.

Die Vorlesung ist eine Kooperation des Instituts für Politikwissenschaft und Attac Österreich. Ein weiterer Fokus ist daher auch die Perspektive sozialer Bewegungen auf die EU und die Suche nach neuen Strategien im Umgang mit einer autoritärer werdenden Union – und möglichen Alternativen.

Als Ringvorlesung wird jede Einheit von den jeweiligen Vortragenden gestaltet, wobei neben dem Input auch Raum für gemeinsame Diskussion sein wird. An zwei Terminen wird die Vorlesung als Podiumsdiskussion zu den Themen „Österreich in der EU“ und „Neue Strategien und Alternativen“ gehalten.

Termine:
10.10.2018 Polit-ökonomische Geschichte der EU: Schrittweise Durchsetzung neoliberaler Integration (Johannes Jäger)
17.10.2018 Institutionen und Mechanismen (Josef Melchior)
24.10.2018 Soziale Bewegungen: Wie reden wir über die EU? (Valentin Schwarz)
31.10.2018 Die Außen-, Sicherheits-, Militär- und Friedenspolitik der EU (Thomas Roithner)
7.11.2018 Flucht und Migration (Neva Löw)
14.11.2018 Autoritäre Tendenzen und die Rechte (Joachim Becker)
21.11.2018 Gleichstellungspolitik im Rückwärtsgang (Elisabeth Klatzer && Christa Schlager, angefragt)
28.11.2018 Euro-Krise und Finanzmarktpolitik (Lisa Mittendrein)
5.12.2018 Podium I: Österreich in der EU
12.12.2018 Handels- und Geopolitik (Alexandra Strickner)
16.1.2019 Ernährungssouveränität, Agrarpolitik und Umwelt (Irmi Salzer, angefragt)
23.1.2019 Podium II: Neue Strategien && Alternativen
30.1.2019 1. Prüfung

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Die Termine können von allen Interessierten besucht werden, auch Nicht-Studierenden. Die Termine können auch einzeln besucht werden, eine Anmeldung ist nicht nötig.
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Bild: Dover Banksy; ijclark



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Geschrieben von attac

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