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Piratenleben

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Jo ho, Jo ho, mein Name ist Pirat. Ich plündre und morde, beute euch aus, und am Ende des Tages, bin ich ein Graus. Ich nehme was ich kriegen kann, und bekomme nie genug. Denn das gehört zu meinem Sittenbild, das ist der wahre Trug. Tief im Wald, wenn ich dann komm an Land, dort versteck ich mich und nehme eure Frauen an meine Hand. Denn ich bin Pirat und sonst nichts. Meine Wahrheit ist eure Lüge, ich nehme und stehle und betrüge. Wenn ich meine Geschichte erzähl, komm ich nicht weit, denn ihr seid dabei zu zählen. All die Lügen, die ich verbreite und den Kummer, den ich bereite. Doch dabei ist dies alles doch bloß meine Wahrheit, so höret zu und nehmet wahr, was denn nun wirklich geschah.

Denn ich steche nicht in See, sondern tiefe Gewässer, einem Ort, betrieben von Männern mit Messern, die bald schon in meinem Rücken stecken. So höret her, ich bin kein Pirat, auch wenn die großen Männer so sagen, jeden Tag. Ich suche bloß nach einem Schatz, der soll fernab liegen, von meinem Platz. Denn mein Platz ist heimgesucht von Terror und Krieg, weshalb ich auch in dieses Boot hier stieg. So bitte, glaubet mir, ich bin nicht hier, um euren Frieden zu stehlen, sondern lediglich, um ihnen zu entgehen, den Männern mit ihren Befehlen. Also stach ich in See, ohne zu wissen, wohin der Kapitän mich schließlich bringt. Und nun höret hin, wenn der Tote seine Lieder singt, da er ist, gegangen, denn der Hunger und die Hitze nahmen ihn gefangen. Bin ich euch denn so gar nichts wert? Wenn ich versuche zu verstehen, man mir lediglich den Rücken kehrt. Verzweiflung macht sich nun hier breit, denn ich bin gefahren, gar so weit, um zu finden, was ich fand zuvor. So steh ich nun wieder vor verschlossenem Tor und frage mich was ich nur tu mit meinem Leben, wie viel Pech kann es für mich denn geben? Doch ich bin mir selbst der nächste und so gebe ich mein Bestes, um zu überleben, auch wenn sie mir jeden Grund geben, um dies nicht zu tun. So steigt doch herab von eurem hohen Ross und ihr werdet sehen, dass auch ich bin nur jemandes Spross, ein Mensch, geboren, um geliebt zu werden, stattdessen liegen so viele der meinen im Sterben.

Jo ho, Jo ho, mein Name ist nicht Pirat, ich bin keine Nummer, sondern Diplomat. Du musst nur deine Augen öffnen, und womöglich dein Herz auch. Doch bedenke stets mein Freund, Missbrauch deiner Güte, befindet sich auch unter uns. Aber Jo ho, Jo ho, Piraten geht’s nicht gut.

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Geschrieben von Julia Gaiswinkler

Darf ich mich vorstellen?
Ich wurde 2001 geboren und stamme aus dem Ausseerland. Aber der wohl wichtigste Fakt ist der folgende: Ich bin. Und das ist schön so. In meinen Geschichten und Erzählungen, Hirngespinsten und Funken von Wahrheit versuche ich, das Leben und dessen Magie festzuhalten. Wie ich dazu gekommen bin? Nun ja, schon im Schoße meines Großvaters, beim gemeinsamen Tippen auf seinen Schreibmaschinen, stellte ich fest, dass mein Herz dafür schlägt. Vom und fürs Schreiben leben zu können, das ist mein Traum. Und wer weiß, vielleicht geht dieser ja auch in Erfüllung...

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